I. Erinnerung an einen engagierten Menschen

Eduard Rosenthal war Rektor der Universität Jena und hat sich auch in sozialer, kultureller und politischer Hinsicht um die Stadt und das Land Thüringen verdient gemacht. Weil er Jude war, haben die Nationalsozialisten ihn aus dem Gedächtnis gelöscht. Dem möchten wir entgegentreten und Rosenthal endlich angemessen würdigen. Deshalb soll ein dezentrales Denkmal entstehen, das an seinen verschiedenen Wirkungsorten an sein vielfältiges Engagement erinnert.

Das Konzept des dezentralen Denkmals findet sich im öffentlichen Raum an vielen Orten. Als ein berühmtes Beispiel sind die Stolpersteine zu nennen, die auf den Künstler Gunter Demnig zurückgehen. Seit 1992 wird Opfern des Nationalsozialismus vor ihren letzten Wohnorten mit im Boden eingelassenen Messing-Täfelchen gedacht. Indem sie ein visuelles »Stolpern« auslösen, lassen sie Geschichte sichtbar werden. Auch die zum Wettbewerb eingeladenen Künstlerinnen und Künstler machten sich auf dem Gebiet bereits verdient. Die Qualität dieser dezentralen Denkmale liegt darin, in jedem Einzelteil der Funktion nachzukommen, Erinnerung wach zu halten und zugleich eine ideelle, alle Elemente verbindende Einheit zu bilden.

II. Mögliche Standorte

THÜRINGEN

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